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Gentz ; Leiden, Carl
An Carl Leiden, Wien, 28. April 1824, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?] 1824

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id971
Issuer of letter
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Gentz
Addressee of letter
Leiden, Carl
LocationWien
Date28. April 1824
Handwritten recordWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?]
Size/Extent of item2 Bl., 4 eighd. beschr. Seiten
IncipitZu meinem unaussprechlichen Verdruß ist Profetti
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Carl Leiden Wien, 28. April 1824 Wien den 28ten April. Zu meinem unaussprechlichen Verdruß ist Profetti am vergangnen Sonntag, ganz gegen die Gewohnheiten der Staatskanzley, anstatt Abends, Nachmittags um halb 4 Uhr expedirt worden, und Leferre hat in der Eil vergessen, mich davon zu benachrichtigen, so daß mein Brief einige Stunden zu spät angekommen ist. Dieser Vorfall ärgert mich besonders, weil dadurch <auch> ein Brief, den ich an Neumann geschrieben hatte, und den ich nun auf allerley Umwegen befördern muß, so sehr verspätet worden ist, daß er seinen ganzen Werth verliert. // Da heute ein Courier nach Frankfurt geht, so muß ich nun diese Briefe durch den dortigen Rothschild fortzuschaffen suchen. Ich habe mit Freude vernommen, daß Du glücklich in Lissabon angekommen warst. Aber auch nur diese w a h r e Nachricht haben wir aus London erhalten, jedoch mit dem Zusatz "nach einer z w a n z i g t ä g i g e n glücklichen Ueberfahrt." Diese Worte - wenn sie nicht vielleicht auf einem Mißverständniß oder Schreibfehler beruhen, weiß ich mir nicht recht zu erklären. Eine z w a n z i g t ä g i g e Fahrt kan zwar o h n e U n g l ü c k vorübergehen aber eine g l ü c k l i c h e pflegt man sie // doch nicht zu [rechne] nennen. Nach dieser Rechnung wirst Du am 2ten April in Lissabon gewesen; und wie hat man denn dies schon am 12ten in London gewußt ? - Es wird sich wohl alles nächstens aufklären. Fürs erste bin ich froh genug, nur s o v i e l zu wissen. Was ich Dir in beyliegendem Briefe von den hohen Reise-Projekten gemeldet habe, bleibt alles unverändert. Der Fürst [wird xxx] verläßt in jedem Fall Wien am 23ten d. M. Weil er aber zunächst einen séjour in Tegernsee machen muß, der 6 auch 8 Tage dauern kan, so ist der Tag seiner Ankunft in Johannisberg noch nicht fest zu bestimmen; es wird aber gewiß nicht später seyn, // als am 6ten Juny. Dann verweilt er in Johannisberg bis in die ersten Tage des July, und geht von da, ohne auf Wien zurückzukehren, nach Ischel. Vorgestern habe ich Deiner Frau Wirthin einen Besuch abgestattet, wo ich sehr freundlich aufgenommen worden bin, und großes Vergnügen über das vortrefliche Befinden unsers alten guten Gingels gehabt habe. Welches Glück für diesen in die Hände einer solchen Pflegerin gefallen zu seyn !Morgen esse ich zum erstenmale in Weinhaus. Seit 5 oder 6 Tagen ist plötzlich völliger Sommer geworden, und alles dringt mit Macht aus der Erde hervor. Auf die N ä c h t e in Weinhaus werde ich mich wohl nicht eher, als nach der Abreise des Fürsten einlaßen. Adieu Mein lieber Freund H: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 2 Bl., F.: ; 4 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.