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Gentz ; Esterházy von Galántha, Paul Anton Fürst
An Paul Anton Fürst Esterházy von Galántha, Wien, 24. September 1830, Ungarisches Staatsarchiv, Budapest. FA Esterhazy, P 136, Bl. [?] 1830

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id865
Issuer of letter
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Gentz
Addressee of letter
Esterházy von Galántha, Paul Anton Fürst
LocationWien
Date24. September 1830
Handwritten recordUngarisches Staatsarchiv, Budapest. FA Esterhazy, P 136, Bl. [?]
Size/Extent of item4 eighd. beschr. Seiten
IncipitIch habe, Mein Verehrter Fürst
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Paul Anton Fürst Esterházy von Galántha Wien, 24. September 1830 Wien den 24 September. Ich habe, Mein Verehrter Fürst, durch den Courier Rettig einige Zeilen ohne Datum von Ihnen erhalten, die mir nichts Gutes versprechen. In der Zwischen-Zeit habe ich Ihnen durch einen Englischen Courier geschrieben, und wähle jetzt eine ähnliche Gelegenheit, um so mehr, als ich aus dem Gegenstande, den es gilt, vor England kein Geheimniß zu machen nötig habe. Ohne zu wissen, wie die Sache steht, will ich Ihnen nur kürzlich zwey Bemerkungen mittheilen, die vielleicht dazu beytragen können, Ihren guten Willen, wovon Sie mir schon // die edelsten Proben gegeben haben, nicht erkalten zu laßen. Das erste ist die wichtige Consideration, daß dort eine Ministerial-Veränderung vorgehen kan, mit welcher meine letzte Hoffnungen zusammen stürzen würden. Diese Begebenheit wäre nun zwar, nach meiner innigsten Ueberzeugung, unter den jetzigen gefahrvollen Umständen, ein so unaussprechliches, unergründliches, Tod-bringendes Unglück für uns und Europa, daß ich kaum den Muth haben würde, über den Einfluß desselben auf m e i n kleines Interesse zu klagen. Da indessen die Welt nichts dabey gewänne, wenn dieser Schlag auch m i c h zu Grunde // richtete, so wäre es um so großmüthiger, wenn der Herzog, so lange er noch die Macht besitzt - und Gott der Allmächtige wolle, daß er sie noch viele Jahre besitze ! - einem der ältsten und treusten Diener Englands und der guten Sache zu Hülfe käme. Das zweyte Argument ist, daß ich mit dem hiesigen Botschafter vollkommen ausgesöhnt bin, und mit ihm, und selbst seiner Gemahlin, wieder auf dem alten Fuß stehe. Ich b ü r g e Ihnen dafür, daß von seiner Seite nicht der geringste Widerspruch zu erwarten ist, und habe auch, in der jetzigen Lage meiner Verhältnisse mit ihm, gar nichts mehr dagegen // daß die Sache durch I h n betrieben werde, wenn nur kein neuer Zeitverlust [xxx] dadurch entsteht, und ohne unnütze vorhergehende A n f r a g e n der Beschluß von London aus gefaßt wird. Ich gehe morgen nach Preßburg. Sollte von dort aus, wie ich vermuthe, eine Expedition an Sie abgehen, werde ich Ihnen sicher meine Bemerkungen über den jetzigen Stand der Dinge mittheilen. Verlaßen Sie mich nur nicht, bester Fürst; Sie werden Sich durch Ihre Verwendung ein unvergängliches Denkmal setzen in dem HerzenIhres treu-ergebnen Dieners Gentz H: Ungarisches Staatsarchiv, Budapest. FA Esterhazy, P 136, x Bl., F: ; 4 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.