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Gentz ; Leiden, Carl
An Carl Leiden, Verona, 18. November 1822, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. [?] 1822

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id783
Issuer of letter
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Gentz
Addressee of letter
Leiden, Carl
LocationVerona
Date18. November 1822
Handwritten recordWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. [?]
Size/Extent of item2 Bl., 3 eighd. beschr. Seiten
IncipitSeitdem ich Dir meinen großen Brief
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Carl Leiden Verona, 18. November 1822 Verona den 18ten November. Seitdem ich Dir meinen großen Brief vom 8ten d. M. (abgegangen den 11ten) geschrieben habe, ist mir nichts von Dir zugekommen, Mein lieber Carl, welches mich auch, bey der durch meine Entfernung von Wien erschwerten Correspondenz, nicht befremdet. Indessen ergreife ich doch gern jeden freyen Augenblick, um Dir zu sagen, wie es mit mir steht, und um Dich zu überzeugen, daß ich mich mit Dir beschäftige. Ich habe das Paket, welches Dir Herr von Neumann für mich geschickt hast, bis jetzt nicht erhalten, und glaube, Du solltest Dich nach dem Schicksal desselben erkundigen. Ein kleiner Besuch bey diesem Herren mögte ohnedies nicht übel angebracht seyn, zumal da Du ihn durch Deine Fortschritte in der Englischen Sprache gewiß in Verwunderung setzen wirst. // Du hast mir nie geschrieben, was jenes Paket enthielt. Ich vermuthe, es werden Proben von Papier und Bleystiften seyn. In jedem Falle bitte ich Dich, auf R o t h s t i f t e Jagd zu machen. Diese - von der Art nehmlich wie ich sie wünsche - h e l l r o t h und w e i c h, sind selbst in England wie es scheint, so selten, daß zuweilen unter 50 sich nicht Ein guter findet. Sobald Du dergleichen auftreibst, bitte ich, sie mir zu schicken. Nach der gegenwärtigen Lage der Dinge wird unser Aufenthalt in Verona zwischen dem 15ten und 20 Decembre zu Ende gehen. Ganz zuverläßig ist jedoch diese Bestimmung noch nicht. Ob ich gleich (wie es mir vorkömmt) in meinem Leben noch nicht s o v i e l gearbeitet habe, als hier, so befinde ich mich doch // Gottlob, recht wohl; und seit 8 Tagen haben selbst meine Gliederschmerzen merklich abgenommen. Nächstens ein Mehreres. Da dieser Brief mit einem Englischen Courier abgehen soll, so muß ich ihn, der Sicherheit halber, gleich schließen. Ich wünsche von ganzem Herzen, Mein lieber Carl, daß Du meine neulichen Erklärungen ganz so mögest aufgenommen haben, wie sie gemeynt waren, und <hoffe> daß Du an meiner treuen Zuneigung, an meinem redlichen Eifer für Dein Wohl, und an der Unveränderlichkeit aller der Gesinungen die Du nun seit acht Jahren hinlänglich in mir erkannt haben wirst, Dir nie einen Zweifel erlaubst. Gottes bester Schutz sey mit Dir !Gentz H: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. 2 Bl., F.: ; 3 eighd. beschr. Seiten. Empfangsvermerk von Leiden: Received on the 29th Nov. D: bisher ungedruckt.