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Gentz ; Dietrichstein, Franz Joseph Fürst von
An Franz Joseph Fürst von Dietrichstein, Wien, 10. März 1820, Mährisches Landesarchiv, Brünn. FA Dietrichstein, G 140, Karton 574, Inv.-Nr. 2427 1820

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id5057
Briefaussteller
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Gentz
Briefempfänger
Dietrichstein, Franz Joseph Fürst von
AusstellungsortWien
Datum10. März 1820
Handschriftl. ÜberlieferungMährisches Landesarchiv, Brünn. FA Dietrichstein, G 140, Karton 574, Inv.-Nr. 2427
Format/Umfang2 Bl., F: 207mm x 167mm; 2 ¼ eighd. beschr. Seiten
IncipitIch halte es für nothwendig
BrieftypBriefe von Gentz
Digitalisat: TextAn Franz Joseph Fürst von Dietrichstein Wien, 10. März 1820 Ich halte es für nothwendig, liebster Fürst, um Mißdeutungen zu vermeiden, vielleicht auch, um Ihnen unnütze Berechnungen zu ersparen, <zu erklären,> daß, was ich neulich über die 5 Millionen (Gewinnst der Bank) äußerte, durchaus unbestimmt, und höchst wahrscheinlich incorrekt war. Ich habe den Vertrag mit der Bank viel zu flüchtig gelesen, und <bin> viel zu wenig im Stande gewesen, die Sache gründlich zu berechnen, als daß ich eine solche Angabe irgend verteidigen könnte. Ich glaube vielmehr, eben so berechtigt zu seyn, jene Summe auf 3 oder 2, als auf 5 Millionen anzuschlagen, und habe darüber gar keine bestimmte Meynung. Ich gebe zu, daß die Bank nicht viel mehr, als ein Hülfs-//Etablissement der Staats-Verwaltung ist. Aber einmal war sie das, vermöge ihrer bisherigen Operationen, schon v o r der jetzigen; und dann frägt sich doch, ob in einem Staate, wo nun einmal eine rein merkantilische Bank nicht von Nutzen seyn, ja nicht füglich bestehen kan, die Regierung Unrecht thut, wenn sie sich eines solchen Institutes zur Ausführung i h r e r Plane (vorausgesetzt, daß diese an und für sich gut eingeleitet sind) bedient ? - Ist es doch mit der hoch-gerühmten Englischen Bank auch nicht viel anders gegangen. Die Französische allein hat sich mit Beharrlichkeit auf dem Terrain der Privat-Geschäfte gehalten; sie schreyt aber auch, wie sie aus Lafitte's neustem Bericht ersehen, nicht wenig über die Abnahme der Dividenden, und spricht davon, que la // situation des Actionnaires pourroit devenir i n t o l é r a b l e - Es ist, halt, nirgends viel besser als bey uns, und in andern g r o ß e n Rücksichten nirgends noch so gut als bey uns. Gentz. d: 10 März 1820. H: Mährisches Landesarchiv, Brünn. FA Dietrichstein, G 140, Karton 574, Inv.-Nr. 2427. 2 Bl., F: 207mm x 167mm; 2 ¼ eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.