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Gentz ; Elßler, Fanny
An Fanny Elßler, Wien, 31. Dezember 1830, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. 4853 1830

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id4855
Briefaussteller
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Briefempfänger
Elßler, Fanny
AusstellungsortWien
Datum31. Dezember 1830
Handschriftl. ÜberlieferungWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. 4853
Format/Umfang2 ½ eighd. beschr. Seiten
IncipitIch bin erst nach 2 Uhr zu Bette gegangen
BrieftypBriefe von Gentz
Digitalisat: TextAn Fanny Elßler Wien, 31. Dezember 1830 Den 31 December 1830. Ich bin erst nach 2 Uhr zu Bette gegangen, habe wenig und unruhig geschlafen, sitze aber seit 7 Uhr auf meinem Platze, und befinde mich v o l l k o m m e n w o h l. Das alles sind die Wunder der Liebe. Ich hoffe zwar, meine Theure Fanny, Dich zwischen 3 und 4 Uhr zu sehen, kan aber den letzten Tag in diesem d e n k w ü r d i g s t e n J a h r e m e i n e s L e b e n s nicht vorübergehen laßen, ohne Dir einige Zeilen zu s c h r e i b e n. W i e ich dies Jahr endige - das weiß, außer mir selbst, eigentlich // Niemand als Du. Denn die Andern, selbst die, welche mich genau zu kennen glauben, ahnden doch nicht, wie tief mein ganzes Wesen in ein einziges, übermächtiges, allein-herrschendes Gefühl versenkt ist. Du hast es begriffen, und mich Königlich dafür belohnt. Du hast mich über meine kühnsten Erwartungen glücklich gemacht. Du hast alle meine Wünsche mehr als befriediget, und mir nur Einen übrig gelaßen, den Du gewiß redlich mit mir theilst, den aber Gott allein zu erfüllen vermag: - daß unsre gemein//schaftliche Zufriedenheit nichts stören möge ! Kein menschliches Band kan fester seyn, als das welches Uns an einander knüpft. So denkst Du, Meine Geliebte, und so denkt, und wird bis an seinen letzten Athemzug denken Dein Gentz H: Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. 4853. x Bl., F: ; 2 ½ eighd. beschr. Seiten. D: [?]