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Gentz ; Ompteda, Ludwig Karl Georg von
An Ludwig Karl Georg von Ompteda, Prag, 8. April 1808, GStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117 1808

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id4733
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Ompteda, Ludwig Karl Georg von
LocationPrag
Date8. April 1808
Handwritten recordGStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117
Size/Extent of item2 Bl., F: 251mm x 201mm; 3 ½ eighd. beschr. Seiten
Places of printOmpteda-Nachlass, II, Nr. 232, 378-379 (tlw.)
IncipitWenn ich Ihnen, seit meiner Abreise
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Ludwig Karl Georg von Ompteda Prag, 8. April 1808 Prag den 8ten April. 1808. Wenn ich Ihnen, seit meiner Abreise von Teplitz nicht schrieb, so hatte dies keine andre Ursach als die, daß ich wirklich nichts zu schreiben wußte. Meine besten Correspondenten in Wien versichern mich, daß die schlechtsten Zeitungen mehr Interesse hätten, als, was s i e nur irgend von politischen Neuigkeiten melden könnten, weil dort alles im tiefsten Schlaf begraben scheint. Man meynt, den 19ten oder 20ten d. würden einige große Veränderungen in der innern Staatsverwaltung bekannt werden; aber die auswärtigen Verhältnisse scheinen ganz todt. - Eine der interessantesten Begebenheiten ist noch, daß sie beiden Schwestern der Gräfin Stadion sich verheyrathen; die ältre mit einem Grafen Magni, Neffen des bekannten sehr reichen, die jüngere mit Graf Grünne, der, wie es heißt, zum Gesandten in Cassel ernannt ist. - Bei uns hier in Prag trägt // sich ebenfalls durchaus nichts zu; und, da außer einem oder zwei Soupers die Woche bei der Gräfin Clam auch keine gesellschaftliche Bewegung Statt findet, so bin ich größtentheils zu Hause, freue mich daher sehr des milden Wetters, welches mich dem Sommer - Teplitz - und, wie ich recht herzlich hinzusetze - Ihnen näher bringt. Was wird aber, ich bitte Sie, aus unsern D r e ß d n e r Neuigkeiten ? - Derer, die sich auf Rom bezogen, will ich nun gar nicht einmal mehr erwähnen, denn sie waren bestimmt falsch. Aber die, mit so großer Zuversicht angekündigten Negoziationen zwischen Frankreich und England ? Mich dünkt, es ist kaum möglich, daß nicht etwas davon in die Zeitungen dringen sollte, wenn es sich wirklich so verhielte, wie man uns schrieb. Auch der Artikel aus Calais im Moniteur, nach welchem noch immer der Befehl, alle Parlamentärs zurück zu weisen, bestand, und bloß in Ansehung des // Schiffs, welches Jacobi übersetzen sollte, eine Ausnahme gemacht zu seyn schien, ist mit einer lebhaften Communication nicht vereinbar; denn warum, wenn wirklich ein Parlamentär über den andern ankäme, sollte denn die Französische Regierung, dies für [alle] die Millionen ihrer Schlachtopfer so tröstliche Faktum verschweigen ? - Das Einzige, was mich noch zuweilen für die entgegen gesetzte Meinung stimmt, ist, daß Stahremberg, der gegen den 24 oder 25 März mit Gewißheit in Wien erwartet wurde, noch immer nicht ankam, und, wie es scheint, seinen Aufenthalt in Paris verlängern will; nicht, daß er etwa unterhandeln sollte - dies glaube ich keinesweges - aber, daß er, wenn im Ernst unterhandelt würde, diesen Umstand wohl gern ergreifen mögte, um den Zeitpunkt, wo er nach England zurückgehen könnte, in Paris zu erwarten. - Die Sache muß doch nun bald klar werden. Sobald Sie etwas näheres hören, melden Sie es mir ! // Czernin hat seine Bücher wieder gefunden. - Hier ist in diesen Tagen der Baron General Gottesheim gestorben; wie die ganze Stadt versichert, durch grobe und unverzeihliche Fehler seines Arztes, eines Stabs-Medicus, dessen Nahmen ich vergessen habe. Empfehlen Sie mich Frau von Ompteda, und Ihren lieben Jünglingen aufs beste, und leben Sie so wohl; als ich es wünsche, und als Sie es im vollsten Maße verdienen. G Empfangsvermerk auf Seite 1: 11 - Bearbeitungsvermerk auf Seite 1: 12 April 08. H: GStA PK, Berlin-Dahlem. I: HA, Rep 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117. 2 Bl. F: 251mm x 201mm; 3 ½ eighd. beschr. Seiten. D: Ompteda-Nachlaß, II, Nr. 232, 378-379 (tlw.).