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Gentz ; Leiden, Carl
An Carl Leiden, Karlsbad, 6. August 1819, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 223.804 1819

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id4137
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Leiden, Carl
LocationKarlsbad
Date6. August 1819
Handwritten recordWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 223.804
Size/Extent of item2 Bl., F: 182mm x 117mm; 4 eighd. beschr. Seiten
IncipitIch bin in eine Flut
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Carl Leiden Karlsbad, 6. August 1819 Carlsbad. Freytag 6 Aug. Ich bin in eine Flut von Geschäften begraben, und ein Paar Dutzend von Menschen, mit denen ich sprechen m u ß, sprechen mich im eigentlichsten Verstande des Wortes z u T o d e. Selbst zum Schreiben, so dringend es seyn mag, muß ich die Stunden fast mit Gewalt erobern; und Abends um 11 Uhr sinke ich wie eine matte Fliege ins Bette. Mit einem Worte: Es ist ungefähr so arg wie in Achen, nur mit dem Unterschiede, daß es k u r z seyn wird. Ich sage Dir daher // Mein lieber Carl, auch nur das Nothwendigste. Du erhältst hiebey einen Wechsel auf 3428 Gulden in Zwanzigern, und einen gewissen Courti (vermuthlich einen Griechen) in Wien, welcher 2 1 T a g e n a c h S i c h t z a h l b a r ist. Du mußt also diesen Courti gleich aufsuchen, damit er den Wechsel acceptire, und die 21 Tage ihren Lauf beginnen. Du nimmst als dann den acceptirten Wechsel zurück, und hebst ihn bis zu meiner Ankunft in Wien auf; schreibst mir übrigens s o g l e i c h, wie und welchen Tag Du diesen Auftrag vollzogen hast. Pilat klagt in seinen Briefen ganz unendlich, wie // sauer ihm oft bey der Hitze sein Gang nach der Stadt wird. Ich habe bisher nichts darauf geantwortet; aber [es] sollte es denn nicht möglich und schicklich [xxx] seyn, ihm wenigstens m a n c h m a l meine Pferde anzubieten ? Ich wünschte, daß der Antrag ganz von D i r herzukommen schien, [und damit] und gar nicht das Ansehen hätte, als wenn i c h mich darüber erklärt hätte. Ich überlaße die Sache völlig Deiner geschickten Führung. <Es versteht sich, daß ich nur von Pilats M o r g e n - F a h r t e n spreche nicht von Familien-Partien.> Seit mehrern Couriers habe ich nichts von D i r erhalten. Gieb mir in Deinem nächsten Briefe die beruhigende Versicherung, // daß Du nicht etwa während meiner Abwesenheit irgend eine Reise, oder irgend ein andres Abentheuer unternimmst, das unsre Correspondenz vielleicht auf einmal hemmte. Ich zittre immer, wenn ich lange nichts von Dir gehört habe. Adieu. Ein andermahl mehr. Ich bin sehr gedrängt. GzGruß a n F a n n y. NB. Indem ich diesen Brief schließe, erhalte ich den Deinigen vom 29ten v. M. und bin sehr froh darüber, nehme nun auch alle meine oben geäußerten Besorgnisse gern zurück. Wo aber werde ich Worte finden, um mich d e r e i n s t über die V e r r ü c k t h e i t Deiner Operation am Arm auszudrücken ?? H: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 223.804. 2 Bl., F: 182mm x 117mm; 4 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.