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Gentz ; Berstett, Wilhelm Ludwig Freiherr von
An Wilhelm Ludwig Freiherr von Berstett, Wien, 7. März 1820, Generallandesarchiv, Karlsruhe. G.L.A., Abteilung 48, Nr. 198: Geheimrath Gentz Troppau 1820 1820

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id3791
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Berstett, Wilhelm Ludwig Freiherr von
LocationWien
Date7. März 1820
Handwritten recordGenerallandesarchiv, Karlsruhe. G.L.A., Abteilung 48, Nr. 198: Geheimrath Gentz Troppau 1820
Size/Extent of item2 Bl., F: 224 mm x 186 mm; 3 eighd. beschr. Seiten
IncipitEwr Excellentz von meiner Seite, sey es mit Glückwünschen
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Wilhelm Ludwig Freiherr von Berstett Wien, 7. März 1820 Wien den 7 März 1820. Ewr Excellentz von meiner Seite, sey es mit Glückwünschen, sey es mit Wünschen und Hoffnungen heimzusuchen, wäre Sünde, nachdem ich eben gelesen habe, was der Fürst Ihnen schreibt. Meine innige Freude über die von Ihrem Hofe angenommne vortrefliche und würdevolle Stellung könnte ich Ihnen ohnehin nicht in angemessnen Worten ausdrücken. Uebrigens scheinen mir die Sachen in D e u t s c h l a n d (denn mit dem Andern sieht es bunt genug aus) weit weniger schlecht zu stehen, als wir vor zwey Monaten alle (mehr oder weniger) geglaubt hätten. Der Entschluß Ihres Souverains, der Würtembergische Rückzug, der Ausgang der Verhandlungen am Bundes-Tage über die Circular-Depesche, endlich - der nahe bevorstehende Eintritt des Baron Münch, an welchem // das sage ich heute mit voller [an] Zuversicht - Oesterreich Ehre, und alle Gutdenkenden in Deutschland Zufriedenheit und Wohlgefallen erleben werden, - das sind Gestirne die zur Erwartung bessrer Zeiten berechtigen. Der Himmel schenke Ihnen nur eine bessre Gesundheit, damit Sie unverwandt das Commando auf dem in dem Kriege des guten Prinzips gegen das Böse, Ihnen anvertrauten wichtigen Posten führen können, besonders nachdem Sie nun jüngst einen so glorreichen [xxx] Sieg erfochten haben. Obgleich sehr erfreut und geschmeichelt durch Ew Excellentz, sogar bis auf die Fasanen sich erstreckendes geneigtes Andenken, muß ich doch, zur Steuer der Wahrheit anzeigen, daß die Böhmen sich noch immer nicht geschlagen // erklären, vielmehr große Kenner [sich] standhaft die Superiorität derselben behaupten. Ich bitte Ewr Excellentz Ihrem treuen Diener fernerhin Ihr für ihn höchst schätzbares Wohlwollen zu schenken. GentzP.S. Ew Excellentz, ich weiß es gewiß, denken wie ich: Es muß Tettenborn geholfen werden. Wer einmal sein Freund gewesen ist, kan nicht mehr aufhören, es zu seyn. Er mag Fehler über Fehler begangen haben - sobald er wieder zu sich selbst kömmt, fühlt man sich unwiderstehlich zu ihm gezogen. K ö n n e n Sie ihm aber beystehen, so rathe ich, es bald zu thun. H: Generallandesarchiv, Karlsruhe. G.L.A., Abteilung 48, Nr. 198: Geheimrath Gentz Troppau 1820. 2 Bl., F: 224 mm x 186 mm; 3 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.