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Gentz ; Leiden, Carl
An Carl Leiden, Verona, 31. Oktober 1822, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?] 1822

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id3065
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Leiden, Carl
LocationVerona
Date31. Oktober 1822
Handwritten recordWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?]
Size/Extent of item1 Bl., 2 eighd. beschr. Seiten
IncipitIch erhalte so eben, Mein lieber Carl
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Carl Leiden Verona, 31. Oktober 1822 Verona den 31 October 1822 Ich erhalte so eben, Mein lieber Carl, Deinen Brief vom 6ten d. M. der, leider, abermals eine Klage-Brief ist. Ob ich nun heute gleich gänzlich außer Stande bin, Dir ausführlich zu schreiben, so will ich doch keinen Augenblick verlieren, um Dir wenigstens das zu melden, was zu Deiner Beruhigung, und zu meiner Rechtfertigung nothwendig ist. Du hast meinen Brief vom 24ten August erhalten. Von diesem bis zum nächsten war allerdings ein 14 oder 16 tägiger Stillstand, dessen Ursachen ich Dir in spätern Briefen über und über erklärt habe, für welchen ich eben jetzt fortdauernd büßen muß. Mein nächster Brief war vom 10ten September. Wie es zugegangen, daß Du diesen am 6ten Oktober noch nicht hattest - das vermag ich [Dir] nicht zu erklären. Hierauf schrieb ich Dir wieder am 25ten September, mit der Anzeige, daß ich bey Rothschild 50 Pfund Sterling für Dich angewiesen hätte. Dann wieder am 28ten September, dann Tage vor meiner Abreise von Wien; dann am 5ten d. M. aus Salzburg, endlich am 18ten und 21ten aus Verona. Ich habe so eben mit Rothschild // den ich täglich sehe, gesprochen, und Er hat mich versichert, noch keinen Fall erlebt zu haben, daß ein ihm anempfohlner Brief, verloren gegangen wäre. Es würde also ein seltnes Unglück seyn, wenn dies Schicksal gerade die meinigen betroffen haben sollte. Von der andern Seite ist mir einleuchtend, daß Du Zeit, und Entfernungen, und mögliche Hindernisse (besonders in einer so großen und schweren Stellung als die Meinige !) nicht genau genug berechnest, und daher Besorgnissen Raum giebst, die gar nicht Statt finden sollten. Vielleicht werde ich Dir in einigen Tagen etwas umständlicher schreiben können. Für heute nur das, daß in meiner Gesundheit sich nichts, weder zum Guten noch Schlimmen geändert hat, und daß ich mich so wohl befinde, wie es an einem Orte, der mir höflich mißfällt, nur irgend zu verlangen ist, daß ich mir jedoch an diesem Orte, eine warme und helle Stube, ziemlich bequeme Sitze, gutes Frühstück, gutes Essen, und ein über alle Erwartung gutes Bette zu verschaffen gewußt habe. Uebrigens stecke ich den ganzen Tag in mannichfaltigen, oft nicht wenig anstrengenden und ermüdenden Geschäften. Daß wir zu Ende Novembers Verona verlaßen sollten, glaube ich nicht mehr unbedingt; doch habe ich auch keinen Grund, zu fürchten, daß es viel länger dauern sollte. Das Paket von Neumann habe ich noch nicht erhalten; von Dir aber hoffe und wünsche ich sehnlich nächstens einen Brief zu erhalten, der mir endlich wieder ankündigt, daß Du zufrieden bist. Und bis dahin behüte Dich Gott. Gentz H: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 1 Bl., F: ; 2 eighd. geschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.