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Gentz ; Ompteda, Ludwig Karl Georg von
An Ludwig Karl Georg von Ompteda, Ratiborziz, 12. Juli 1813, GStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117 1813

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id2897
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Ompteda, Ludwig Karl Georg von
LocationRatiborziz
Date12. Juli 1813
Handwritten recordGStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117
Size/Extent of item2 Bl., F: 232mm x 181mm; 3 ¼ eighd. beschr. Seiten
Places of printOmpteda-Nachlass, VI, Nr. 73, 167-168
IncipitAm vergangnen Dienstag, 6ten d. M.
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Ludwig Karl Georg von Ompteda Ratiborziz, 12. Juli 1813 Ratiborziz bey Nachod den 12 July 1813. Am vergangnen Dienstag, 6ten d. M. hinterließ mir Graf Hardenberg bey seiner Abreise von hier nach Rosenau, ein Paket unter Ihrer Adresse, mit dem Auftrage, es per estaffette an Sie zu befördern. Ich schickte dasselbe sogleich durch einen Expressen nach Nachod, erhielt auch das Recepisse darüber, und glaubte die Sache abgethan. Gestern kömmt Humboldt hier durch, und sagt mir, Sie hätten dies Paket Donnerstag noch nicht gehabt, und wären unruhig darüber gewesen. Ich fahre sogleich selbst nach Nachod, wo unglücklicher Weise eine stets besoffne Bestie das Postmeister-Amt verwaltet. Nach vielen Discussionen ergiebt sich endlich, daß dieses Paket n i c h t per estaffette, sondern erst Freitag den 9ten mit der Post abgegangen ist; und zwar behauptet der Kerl, es habe nicht drauf gestanden, daß es per estaffette befördert werden sollte. Ich bin zwar fest überzeugt, es h a t // drauf gestanden; indessen macht mir unglücklicher Weise mein Gewissen doch e i n i g e Vorwürfe in der Sache. Ich hätte noch einen andern Umschlag um das Paket machen, und es dem Nachoder Oberamtmann empfehlen sollen. So sehr war ich Willens dies zu thun, daß ich sogar einen kleinen Brief an Sie schon geschrieben, mich gefreut hatte, daß wir doch wieder einmal gemeinschaftlich an des Herrn Weinberge arbeiteten. Zum Unglück war ich den Tag mit Geschäften und Papieren überhäuft; ich mußte zur nehmlichen Zeit eine Estaffette an Graf Metternich nach Gitschin expediren; ich wurde gestört; das Paket ging ohne weitre Begleitung ab. Jetzt bitte ich Sie, mir nur zu meiner Beruhigung gleich zu melden: Ob Sie das Paket endlich erhalten haben ? - in welchem Zustande ? - und ob und wann Sie im Stande gewesen sind, die Einlagen zu befördern ? // Dieses Alles wünsche ich bloß für mich zu wissen; denn Hardenberg mögte ich am liebsten gar nicht sagen, daß in der Sache auch nur der kleinste Verstoß vorgefallen sey. - Sie wissen, wie pedantisch-strenge, peinlich, und hart er ist; und ich mag <mich> nicht gern mit ihm verzürnen. Die Antwort auf dies Schreiben wird Graf Nesselrode gewiß gern besorgen. Ich gehe diesen Abend nach Prag, wohin man denn wohl Couriere genug schicken wird. - Hätte ich mein Projekt, auf ein Paar Tage Reichenbach zu besuchen, ausführen können, so wäre es kein kleiner Genuß für mich gewesen, S i e dort, nach so langer Trennung, wieder zu sehen. Ich bin fest überzeugt, w i r hätten uns vollkommen, über alle große Fragen verstanden; welches heute selbst unter Personen von gleichen Fundamental-Grundsätzen nicht häufig der Fall ist. Vielleicht // führt mich der weitre Lauf der Begebenheiten doch noch zu Ihnen, oder Sie in meine Nähe. Unterdessen bitte ich Sie, mich in günstigem Andenken zu behalten, und meiner unwandelbaren treuen Ergebenheit gewiß zu seyn. Gentz H: GStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA, Rep 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117. 2 Bl., F: 232mm x 181mm; 3 ¼ eighd. beschr. Seiten. D: Ompteda-Nachlaß, VI, Nr. 73, 167-168.