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Gentz ; Gentz, Elisabeth und Florentine
An Elisabeth und Florentine Gentz, Wien, 13. November 1831, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. 39602 1831

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id2537
Issuer of letter
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Gentz
Addressee of letter
Gentz, Elisabeth und Florentine
LocationWien
Date13. November 1831
Handwritten recordWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. 39602
Size/Extent of item4 eighd. beschr. Seiten
Places of printEckardt, Staatsschriften und Briefe, II, 301-302
IncipitFanny tritt morgen ihre Reise an
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Elisabeth und Florentine Gentz Wien, 13. November 1831 Wien den 13 November Fanny tritt morgen ihre Reise an. Die Wunde, die mir ihre Entfernung diesmal schlägt, ist ungleich schmerzhafter, als die an welcher ich im vorigen Jahre blutete; denn das Band, welches mich an sie knüpft, ist noch inniger und fester geworden; mit Ausnahme eines einzigen treflichen Freundes, der sie kennt und schätzt, habe ich jedem andern Umgange entsagt; und nichts kan die Lücke mehr ausfüllen, die ihre Abwesenheit mir läßt. // Hiezu kömmt, daß ich im vergangnen Jahre den größten Theil der Zeit, während welcher sie mir fehlte, in Preßburg, unter vielfältigen Geschäften und lebhafter Bewegung zubrachte, dagegen ich diesmal ganz auf mich selbst zurückgeworfen, jeden Tag, und fast in jeder Stunde fühlen werde, daß das Licht des Lebens von mir gewichen ist. Daß Ihr sie liebreich aufnehmen werdet, weiß ich; daß sie dieser Aufnahme würdig ist, davon wird sie selbst Euch überzeugen. Ich // verdanke ihr viel. Wenn Eure Liebe zu mir, und ihr eigner Werth Euch bestimmt, sie mit eben der schwesterlichen Freundlichkeit zu behandeln, die sie im vorigen Jahre so hoch gerühmt hat, so werdet Ihr Euch um mich ein neues, nicht geringes Verdienst erwerben. Ich bitte Dich, liebe Lisette, mir während ihrer Anwesenheit in Berlin nicht anders als durch Fanny, oder ihren Bruder, der ihren Vater (der sie diesmal begleitet) zu schreiben. Mein Verhältniß mit ihr ist zwar Niemanden // unbekannt; wenn man aber Herzens-Ergießungen, den gewöhnlichen Correspondenz-Wegen entziehen kan, ist immer Vorteil dabey. Mein [Brief] letzter, vor wenig Tagen abgegangener Brief <vom 10ten> den Ihr hoffentlich erhalten habt, wurde durch ein bloßes Mißverständniß unmittelbar auf die Post gegeben, anstatt daß er an Elssler adressirt werden sollte. Die an mich gerichteten werden insgesammt unter einer fremden Adresse besorgt, unter welcher ich auch die Deinigen zu erhalten wünsche. Schreib mir recht bald, und Gott erhalte Euch bey guter Gesundheit ! Gentz H: Stadt- und Landesbibliothek, Wien.Handschriftenabteilung, Inv.-Nr. 39602. x Bl., F: ; 4 eighd. beschr. Seiten. Adresse auf Briefumschlag: A Madémoiselle / Mademoiselle Gentz / Unter den Linden / N r. 7 0. / à / B e r l i n. D: Eckardt, Staatsschriften und Briefe, II, 301-302.