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Gentz ; Ompteda, Ludwig Karl Georg von
An Ludwig Karl Georg von Ompteda, Prag, 7. November 1807, GStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117 1807

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id2173
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Ompteda, Ludwig Karl Georg von
LocationPrag
Date7. November 1807
Handwritten recordGStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117
Size/Extent of item2 Bl., F: 218mm x 182mm; 3 eighd. beschr. Seiten
Places of printOmpteda-Nachlass, II, Nr. 202, 322-323
IncipitAls ich gestern früh in Schlan ankam
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Ludwig Karl Georg von Ompteda Prag, 7. November 1807 Prag den 7. Novbr. 1807. Als ich gestern früh in Schlan ankam, begegnete ich schon einem Theil der Prager Bekannten. Sie kamen von einer Jagd beym Fürsten Kinsky zurück. Schladen war der erste, den ich sah; dann Louis Rohan, Kinski pp endlich - den ich am wenigsten erwartete - Canicoff. Ich hielt mich ungefähr eine halbe Stunde in Schlan auf; und um 3 Uhr war ich in Prag. Sonderbar ist es, daß damals weder Canicoff noch Schladen das geringste über ihre künftige Bestimmung wußten, und daß b e y d e, als sie von der Jagd nach Hause kamen, die längst-erwarteten Briefe vorfanden. Canicoff ist also von neuem zum Gesandten am Dreßdner Hofe, mit einer beträchtlichen Gehalts-Vermehrung ernannt; und Schladen geht als Preußischer Gesandter nach Petersburg. // Nach dem Wenigen, was ich von Canicoff gehört habe zu urteilen, darf ich es nicht gar sehr bedauern, daß die Verhältnisse uns von einander trennen. Seine politische Meynungen (die freylich immer wahre N i c h t-Meynungen sind) haben, besonders in einigen Haupt-Punkten eine Wendung genommen, die keinen dauerhaften Frieden zwischen uns gestatten würde. Den gestrigen Abend habe ich, theils bey der Leontieff, theils im Curländischen Hause zugebracht. Von allen Seiten her hat man sich nach Ihnen und Frau von Ompteda mit dem größten Interesse erkundiget; es war allenthalben, wo ich eintrat, das erste Wort. Das Curländische Haus ist ganz auf dem alten Fuß; nur daß die Zimmer unendlich viel eleganter (dafür aber auch, wie es mir scheint unendlich viel kälter) geworden sind. - An Damen sah ich gestern // Abend - außer der wieder angelangten Trogoff, und der nie abgegangnen Waldron - die Gräfin Clam, und die Gräfin Czernin. Den ich am liebsten sah, war der Fürst Carl Schwartzenberg; aber zum Unglück geht er heute früh schon wieder ab. - Im Ganzen fand ich nicht viel Freude an der Gesellschaft; ob dies an meiner, noch immer etwas zerrütteten Gesundheit, oder an gewissen Vergleichungen, oder an der Sache selbst lag, entscheide ich nicht. So viel ist gewiß, daß mich vor der Hand hier nichts so interessirt, als meine guten, festen, und warmen Stuben. Sonst war bisher Mohrenheim der einzige Mensch, den ich mit eigentlichem Vergnügen wieder sah.Wenn ich irgend etwas bedeutendes erfahre, so rechnen Sie zuversichtlich darauf, daß ich es gleich mit Ihnen theilen werde. Grüßen Sie Ihr ganzes liebes Haus, und empfehlen Sie mich der Prinzessin aufs angelegentlichste. G. H: GStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA, Rep 94A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117. 2 Bl., F: 218mm x 182mm; 3 eighd. beschr. Seiten. D: Ompteda-Nachlaß, II, Nr. 202, 322-323.