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Gentz ; Prokesch-Osten, Anton von
An Anton von Prokesch-Osten, Wien, 7. Mai 1830, HHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 3, [?], Bl. 46-47v 1830

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id2013
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationWien
Date7. Mai 1830
Handwritten recordHHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 3, [?], Bl. 46-47v
Size/Extent of item3 ¾ eighd. beschr. Seiten
IncipitIch sende Ihnen die Anweisung auf
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Anton von Prokesch-Osten Wien, 7. Mai 1830 Ich sende Ihnen die Anweisung auf die Opern-Billets, und bitte Sie, nicht nur heute, sondern auch künftig - vorausgesetzt, daß der nahe Sturz des Theaters nicht auch die rückständigen [Vor] 10 Vorstellungen unter den Trümmern begrabe - davon Gebrauch zu machen. Ein geschworner Feind aller Halbheit, kenne ich auch keine halbe Freundschaften; und da ich mich einmal für Gallenberg und seine Unternehmung lebhaft interessirt habe, und bey der bevorstehenden Katastrophe auch noch von einer recht empfindlichen Seite bedroht bin, so schwöre ich nun // allen denen, die dafür verantwortlich sind, unversöhnlichen Haß, und die Pasta, die der Sache den letzten Gnadenstoß beygebracht hat, mag ich, wie das übrige Italienische Gesindel, nie mehr sehen noch hören. Ich war gestern Abend bey Zichys, wo man sich wundert, Sie nicht mehr zu sehen. Heute muß ich dem Fürsten Wittgenstein, einem Freunde wie ich deren nur wenige habe, einige Stunden widmen, da er am Abend von hier abreiset. Ich werde also mit ihm um 1 Uhr nach Weinhaus fahren, dann mit ihm allein bey Frau von Tettenborn // speisen, und vermuthlich nachher in den Metternichschen Garten fahren, wo ich zum Essen eingeladen war. Sie sollten ein Gleiches thun, lieber Freund; Sie haben den Garten noch nicht gesehen, und finden heute die Familie Zichy daselbst. Ich bin seit einigen Tagen in einem Zustande offner Revolte gegen die Welt; und wenn ich meine Augen über den todten Sumpf, der uns unmittelbar umgiebt, erhebe, so fallen sie auf die vermaledeyten Journale, die mir zeigen, daß es allenthalben noch trüber aussieht, als bey uns. // Lesen Sie den schändlichen Artikel des Examiner am 28 April des Gagtiari; lesen Sie die Artikel in der Allgemeinen Zeitung, und die Polemik der Gazette mit dem National. Das ist eine Welt ! Das heißt Deine Welt ! Ich mögte gern wieder einmal m i t I h n e n schimpfen und klagen. Ich vermuthe, Sie sind ebenfalls nicht der besten Laune. den 7 May 1830. Gentz H: HHStA, Wien. Nachlaß Prokesch-Osten, Karton 3, ; Bl. 46-47v.x Bl., F: ; 3 ¾ eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.