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Gentz ; Ompteda, Ludwig Karl Georg von
An Ludwig Karl Georg von Ompteda, Teplitz, 14. Juni 1807, GStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117 1807

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id1881
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Ompteda, Ludwig Karl Georg von
LocationTeplitz
Date14. Juni 1807
Handwritten recordGStA PK, Berlin-Dahlem. I. HA Rep. 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117
Size/Extent of item2 Bl., F: 224mm x 180mm; 4 eighd. beschr. Seiten und Zettel: 1 Bl., F: 168mm x 205; ¾ beschr. Seiten
Places of printOmpteda-Nachlass, II, Nr. 187, 300-302
IncipitAlle Arten von Fatalität haben
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Ludwig Karl Georg von Ompteda Teplitz, 14. Juni 1807 Teplitz den 14 Juny 1807. Alle Arten von Fatalität haben sich in den letzten 8 Tagen über unsre Communikationen gehäuft. Sie hatten die Güte, mich unterm 6 mit Ihrem Reise-Plan bekannt zu machen. Dieser Brief vom 6ten kam nicht eher, als am 9ten Nachmittag hier an. Ich konnte die Zusammenkunft in Schlan nicht realisiren; was mich daran hinderte, werden Sie aus dem Briefe ersehen, den ich Ihnen an eben diesem Tage schrieb, und den Sie heute mit einem von Eichler an Sie expedirten Paket erhalten müßen. Dies nehmliche Paket sollte Ihnen <am 9ten Abends> durch eine Estaffette zugeschickt werden; ich bestellte sie für 9 Uhr Abends, [xxx] mit der Ueberzeugung, daß sie Mittwoch den 10, um 9 Uhr Morgens in Schlan seyn müßte. Dienstag um 9 Uhr Abends schickte ich meinen Brief an Eichler, der die Sache über//nommen hatte. Ich glaubte, alles sey in der besten Ordnung. - Gestern Nachmittag aber bringt mir Eichler den beyliegenden Zettel, der mich bestialisch geärgert hat. Noch habe ich nicht die Zeit gehabt, zu untersuchen, an wem die Schuld dieser groben Verschleppung liegt; ob die Estaffette unterwegens wo liegen geblieben ist; oder ob der hiesige Postmeister sie abzusenden vergessen; oder ob mein Freund Eichler, (da [ich] der Zettel aus Schlan von einem Paket nach P r a g spricht) um dieses bey der Gelegenheit mit zu besorgen, die Absendung bis zum folgenden Tage verzögert hat; - hierüber weiß ich bis jetzt noch nichts bestimmtes. Ich selbst bin ohne alle Schuld; nichts desto weniger schäme ich mich, wenn ich denke, daß Sie auch nur einen Augenblick haben glauben können, ich würde Sie so ohne alle Nachricht von mir aus Schlan abreisen // laßen. Auch hat diese verdammte Geschichte mich in jedem Fall um einen Brief von Ihnen gebracht; denn wäre der meinige zur rechten Zeit in Schlan angekommen, Sie hätten mir sicher von dort aus geschrieben. Jetzt bleibt nun weiter nichts übrig, als sich in Geduld zu fassen. Ich habe die Hoffnung Sie nächstens in Carlsbad zu sehen, ob ich gleich heute den Zeitpunkt, wo ich dort seyn werde, noch nicht genau bestimmen kan. Unterdessen laßen Sie uns doch unsre Correspondenz in so weit fortsetzen, daß wir uns wechselseitig mittheilen, was Jeder von Haupt-Neuigkeiten etwa erfährt. Ich bin gegenwärtig so arm als man nur seyn kan. Von Dresden weiß ich zuverläßig, daß man dort am Freytag (12ten) Abends n i c h t s wußte. In Prag habe ich einige sichre Correspondenten, die mich gewiß von allem Erheblichen benach//richtigen werden; aber auch dort wußte man am gedachtem 12ten nichts. Thun Sie doch etwas noch von den aus Wien mitgebrachten Schätzen auf. Die Correspondenz zwischen hier und Carlsbad ist ziemlich, und wenn Sie den Brief an Eichler adressiren, vollkommen sicher. Mit der ersten von hier abgehenden Gelegenheit werde ich Ihnen eine so eben erschienene sehr werkwürdige Schrift über den H o h e n l o h e s c h e n F e l d z u g vom vorigen Jahre schicken. - Empfehlen Sie mich Frau von Ompteda aufs verbindlichste, und schreiben Sie mir, wie es ihr in Carlsbad geht, sowohl in Ansehung ihrer Gesundheit, als in Ansehung der gesellschaftlichen Vergnügungen und Verhältnisse. - Ich zittre vor den nächsten Nachrichten von der Leontieff; denn die letzten lauteten so, daß ich fast an ihrem Leben zweifle. [xxx] Melden Sie mir doch genau, zu welcher Z e i t Sie diesen Brief empfangen haben werden, damit man weiß, wie man den Lauf der Briefe berechnen kan. Mit bekannten und unwandelbaren Gesinungen Ihr Gentz. Beiliegender Zettel: Die Depeche kam heut den 11 Juny 807 in Schlan um 9 Uhr früh an (Bemerkung von Gentz: "Ich schickte meinen Brief Dienstag den 9ten Abends um 9 Uhr an Eichler") und benannter Herr Baron Ompteda reißte gestern um 3 Uhr Nachmitag erst von hier ab: er war hier seit Dienstags Abends mithin folget die Depeche retur: und das zweite wurde nach Prag besorgt. Schlan am 11 Junius 807 Franz Schock, m. pr. K. K. Postmst. H: GStA PK, Berlin-Dahlem. I: HA, Rep 94 A, Sammlung Adam, Schuber Nr. 117. 2 Bl., F: 224mm x 180mm; 4 eighd. beschr. Seiten und Zettel: 1 Bl., F: 168mm x 205; ¾ beschr. Seiten. D: Ompteda-Nachlaß, II, Nr. 187, 300-302.