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Gentz ; Esterházy von Galántha, Paul Anton Fürst
An Paul Anton Fürst Esterházy von Galántha, Schönbrunn, 8. Oktober 1831, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?] 1831

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id1779
Briefaussteller
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Briefempfänger
Esterházy von Galántha, Paul Anton Fürst
AusstellungsortSchönbrunn
Datum8. Oktober 1831
Handschriftl. ÜberlieferungWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?]
Format/Umfang2 Bl., F: 228mm x 184mm; 1 ¾ eighd. beschr. Seiten
IncipitLord Cowley versprach mir bey
BrieftypBriefe von Gentz
Digitalisat: TextAn Paul Anton Fürst Esterházy von Galántha Schönbrunn, 8. Oktober 1831 Schönbrunn den 8ten Oktober 1831. Theuerster Fürst ! Lord Cowley versprach mir bey seiner Abreise von Wien, mein altes Anliegen gleich nach seiner Ankunft in London mit allem Eifer und Nachdruck wieder aufzunehmen, und mir, auch im schlimmsten Falle, wenigstens e i n i g e Erleichterung zu verschaffen. Es sind zwey Monate verflossen, ohne daß ich etwas von ihm vernommen hätte. Sollten denn alle meine alten Freunde mich vergessen, und verlassen haben ? Ich bin in diesem Augenblick in großer Bedrängniß. Wenn Sie mir - aber bald - mit einer Anweisung auf 250 Pfund Sterling helfen könnten, Sie würden mich unaussprechlich glücklich machen. Denken Sie mit Ernst darüber nach, lieber Fürst; Ihre Verbindungen sind so zahlreich und mächtig, daß es Ihnen gewiß nicht unmöglich seyn wird, diese Bitte zu erfüllen. Ich zweifle selbst nicht, daß Sie Rothschild bewegen würden, mir die gedachte Summe V o r s c h u ß w e i s e zu bewilligen; früher oder später wird doch e t w a s für mich armen alten Diener der guten Sache noch zu erwirken seyn, wovon er sich dann bezahlt machen könnte. // Laßen Sie mich nicht ohne Antwort und ohne Trost. Erinnern Sie Sich, wie sehr ich, auf Ihren huldreichen Beystand gerechnet hatte ! Uebrigens haben wir alle, nicht allein die Cholera, sondern auch die Furcht vor derselben, überwunden; und die, welche diese Furcht in hohem Grade empfunden haben (worunter ich aber nicht gehörte) erwachen heute wie aus einem bösen Traum. Ich brauche vor der Hand keine andre Arzney, als die, welche Sie mir reichen sollen, und um welche Sie, Mein guter und edler Fürst, mit kindlichem Vertrauen bittet Ihr treu-ergebner Gentz. Adresse auf Seite x: An Son Altesse / Monsieur le Prince d'Esterhazy / Ambassadeur de S. M. Impérial / à / L o n d r e s. Siegelrest.H: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 2 Bl., F: 228mm x 184mm; 1 ¾ eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.