These titles were already interesting to you:

Gentz ; Leiden, Carl
An Carl Leiden, Wien, 14./17. April 1824, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?] 1824

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id1627
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Leiden, Carl
LocationWien
Date14./17. April 1824
Handwritten recordWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. [?]
Size/Extent of item2 Bl., 4 eighd. beschr. Seiten
IncipitEin Herr von Lewitzky, ein zu
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Carl Leiden Wien, 14./17. April 1824 Wien den 14 April Ein Herr von Lewitzky, ein zu unsrer Gesandschaft in London bestimmter Fashionable, sollte seit 3 Wochen von hier abgehen. Jetzt heißt es, morgen oder übermorgen. Ich bin recht froh, daß mein Brief an Dich, mein lieber Carl, durch den am 6ten d. von hier expedirten Wellesleyschen Courier abgegangen ist. Die außerordentliche, und, wie es scheint allgemeine verbreitete Schlechtigkeit des Wetters [wahre] in den letzten <6> Wochen, hat mich oft Deinetwegen beunruhiget; und ich sehne mich sehr nach Nachrichten von Dir. Gestern haben wir Londner Berichte bis zum 29ten März erhalten, in welchen aber, wie natürlich, noch nichts von Lissabon stehen konnte. Von hier habe ich Dir nichts zu // melden. Ich sitze mein thätiges, jedoch höchst einförmiges Leben fort, befinde mich noch immer - wenn gleich nicht ganz ohne Mahnungen des alten Feindes - wohl, esse nie außer dem Hause, und freue mich auf den Zeitpunkt, wo ich mich draußen werde niederlaßen können. Veränderungen von Bedeutung habe ich nicht gemacht; und alles, was geschehen ist, hat mich zusammen nicht so viel gekostet, als die u n s i c h t b a r e [Reparatur], aber unumgängliche Reparatur des Brunnens im Garten; dies war eine Ausgabe von circa 350 Gulden Z w a n z i g e r. Sonst bleibt alles beym alten. Der Kuhstall ist zwar, und mit geringen Kosten, eingerichtet; ob aber wirklich eine oder zwey Kühe angeschafft werden, noch unentschieden. Außer den neulich be//stellten Artikeln bitte ich Dich noch mir von B l a c k w o o d 's E d i n b u r g M a g a z i n e, die 3, vielleicht schon 4 Hefte des jetzigen Jahrganges mitzubringen. Und wenn ein gewisses Buch, welches T h e b o o k o f w o n d e r s heißt, welches ich durchaus nicht kenne, worin ich aber interessante Sachen v e r m u t h e, nicht etwa wider meine Erwartung eine Compilation von mehrern Bänden, sondern ein handliches, tragbares, nicht durch Engravings vertheuertes Buch ist, so wünsche ich, auch dieses zu erhalten. Ich schließe meinen Brief, damit es mir nicht im letzten Augenblick an Zeit fehle, und wünsche von Herzen, daß er Dich gesund, sicher, und zufrieden in London treffen möge.Gentz Sonnabend 17 April Es ist noch immer keine Aussicht auf den nahen Abgang des Herrn von Lewitzky. Ich benutze also einen Rothschildschen Courier, und dieses Brieflein zu befördern. Da Du in jedem Falle zu Rothschild gehen wirst, sobald Du nach London kömmst, kan Dir dasselbe nicht entgehen. Ein früheres ist am 6ten d. unter Neumann's Adresse abgegangen. Der Courier Rettich reiset so eben nach Petersburg, von wo der Herr Dörr [zur] vor einigen Tagen zurückgekehrt ist, und mir 6, Sage, Sechs Kisten Thee mitgebracht hat. Das nenne ich einen Höflichen Mann. Dagegen ist der Thunfisch des Herrn von Gamera nie zum Vorschein gekommen. Sonst weiß ich Dir nichts Neues zu schreiben. Gott sey gedankt dafür ! Das Neue ist heute selber etwas Gutes. Da ich nun mit Gewißheit weiß, daß der Kayser Alexander in diesem Jahre an keine Reise ins Ausland denkt, so kan uns nun für den Sommer nichts mehr aus unsrer Ruhe bringen. Wenn nur erst das Wetter besser würde ! Noch haben wir nicht einen einzigen schönen Tag gehabt. H: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 2 Bl., F: ; 4 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.