These titles were already interesting to you:

Gentz ; Prokesch-Osten, Anton von
An Anton von Prokesch-Osten, Wien, 12. Mai 1831, HHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 27-28v 1831

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id5279
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationWien
Date12. Mai 1831
Handwritten recordHHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 27-28v
Size/Extent of item4 eighd. beschr. Seiten
Places of printProkesch-Osten, Briefwechsel mit Gentz und Metternich, II, 10-11 (tlw.)
IncipitIhr interessantes Schreiben vom 4ten
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Anton von Prokesch-Osten Wien, 12. Mai 1831 Wien den 12 May 1831. Ihr interessantes Schreiben vom 4ten d. Mein Theurer Freund, kan ich nur mit einem Empfangs-Schein beantworten, um die Abreise des Major Martini zu benutzen: Ich habe den größten Theil desselben gestern dem Fürsten vorgelesen, der mir aufgetragen hat, <Ihnen zu sagen,> Ihr Urteil über die Physiognomie der dortigen Angelegenheiten sey vollkommen richtig, und w ö r t l i c h d a s s e i n i g e. Jetzt oder nie müße der Pabst, stark durch den vereinten Schutz der Fünf Mächte, die Regeneration seiner Länder vollbringen; die dieserhalb von hier aus erteilten Instructionen wären so bestimmt // und erschöpfend als möglich, und der Fürst habe die gegründete Hoffnung, daß die Conferenz zu Rom alles aufbieten werde, um den von Ihnen so treu geschilderten Uebeln abzuhelfen. Daß Sie das Schreiben von St. Aulaire zur Pub-lizität befördert haben, billigt er sehr. Ueberhaupt ist er mit Ihrem Gange, wie mit Ihren Berich-ten, in h o h e m G r a d e zufrieden, und lobt Sie bey jeder Gelegenheit. Nur ein einziges Mahl warf er Ihnen (doch ohne Bitterkeit, und mehr im Tone des wohlwollenden Scherzes) Ihren Hang zur // despondency vor, und das, als er zwey Ihrer Berichte, den einen vom 29ten April, den andern vom 1ten May erhielt, wovon der erste allerdings höchst niederschlagend, der andre muthig und triumphirend lautete. Der Contrast gab ihm einigen Anlaß zu witzigen Glos-sen; ich fand ihn aber, weil Sie am 29ten nicht voraus sehen konnten, was am 1ten zu Ihrer Kenntniß gelangen würde, natürlich und durchaus gerechtfertigt, und es [glang] gelang mir auch bald, den Fürsten zu überzeugen, daß es so, und nicht anders war. Fahren Sie nur fort mir zu schreiben ! Sie wißen wohl, daß ich Terrain Kenntniß genug besitze, um zu bestimmen was zu weitrer Mittheilung // geeignet ist, was nicht, und daß folg-lich Ihre Privat-Briefe immer zu einem n ü t z l i c h e n Commentar Ihrer Berichte dienen werden. So großen Werth ich aber auf Ihre politische Correspondenz lege, so mögte ich Sie doch bitten, mir gelegentlich auch etwas P o e s i e zu liefern. Was ich unter diesem viel-umfassen-den Worte verstehe, wissen Sie wohl; und S i e sind ja einer der Wenigen, deren Herz im größten Getümmel der Waffen oder der Geschäfte, für das Beste auf Erden immer offen bleibt. Was Sie mir oft gaben, und noch geben können, wird mir von keinem Andern zu Theil. Leben Sie recht wohl ! Gentz Die Fürstin dankt für Ihre Erinnerung. Sie hat seit 8 Tagen das dreytägige Fieber doch nur leicht. - Acerbi der vor einigen Tagen nach Aegypten abgesegelt <ist>, hat mir beyliegenden Brief zugestellt. H: HHStA, Wien. Nachlaß Prokesch-Osten, Karton 27, , Bl. 27-28v. x Bl., F: ; 4 eighd. beschr. Seiten. D: Prokesch-Osten, Briefwechsel mit Gentz und Metternich, II, 10-11 (tlw.).