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Gentz ; Prokesch-Osten, Anton von
An Anton von Prokesch-Osten, Wien, 20. Mai 1831, HHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 29-30v 1831

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id4961
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationWien
Date20. Mai 1831
Handwritten recordHHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 29-30v
Size/Extent of item3 ¾ eighd. beschr. Seiten
Places of printProkesch-Osten, Briefwechsel mit Gentz und Metternich, II, 13-15 (tlw.)
IncipitIch besitze seit 3 Tagen
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Anton von Prokesch-Osten Wien, 20. Mai 1831 Wien den 20 May 1831. Ich besitze seit 3 Tagen Ihr Schreiben vom 8ten d. M. Warum aber durch die Post, und nicht durch die Militär-Behörden. Den letztern Weg halte ich in j e d e r Rücksicht für den rathsamsten und sichersten, nicht zu gedenken, daß kein Grund vorhanden ist, der Post 3 Gulden Conventions Münze für einen Brief zu opfern. Alle Ihre Nachrichten sind interessant, und ich sehe mit Vergnügen, welche Autorität Sie in kurzer Zeit Ihrer jetzigen Stellung zu verschaffen gewußt haben. Ich erschrack einen Augenblick vor Ihrem Entschlusse, St. Aulaires Note zur Publizität zu bringen. // Da solche aber bald nachher im Diario di Roma erschienen ist, so fällt alle Verantwortlichkeit für Sie weg. Ich fürchte, dieses Aktenstück wird in Paris eine starke und böse Sensation machen; und der Himmel gebe nur, daß St. Aulaire, an dessen Erhaltung uns viel gelegen seyn muß, nicht darunter leide. Es sind neuerlich in der Allgemeinen Zeitung verschiedne Artikel <aus Bologna> erschienen, über deren Quelle unter uns (nehmlich den Eingeweihten) sich Zweifel erhoben haben. Unter andern war über einen (ich kan ihn nicht gleich auffinden; es war am Schlusse von modernen K ü n s t l e r n die Rede) zwischen Pilat und mir <eine> lange Discussion. Ich // glaube, daß neben Ihnen, noch ein andrer Correspondent der Allgemeinen Zeitung in Bologna sitzt. In jedem Falle bitte ich Sie, mir immer genau anzugeben, welche Artikel von Ihnen geliefert worden sind. Ich sehe aus einem hiesigen Theater-Journal, daß, allen politischen Stürmen zum Trotz, Rubini und das Theater überhaupt in Bologna eine große Rolle spielen. Ueber diesen Gegenstand sollten Sie mir wohl manchmal einige Notizen mittheilen. Endlich, Mein Theurer Freund, wäre es denn doch auch Zeit, daß Sie mich wieder einmal mit einigen Zeilen oder Seiten über Heynes Angelegenheiten und Poesie beschenkten. Wenn Sie wüßten, wie sehr die // Politik, ob ich mich gleich durch Fünf Sechstheile des Tages damit beschäftigen muß, mir zuwider ist ! Sie aber sind der einzige Mensch, in welchem sich f ü r m i c h das Interesse der großen Geschäfte, mit dem tiefern, welches allein dem Leben noch Werth giebt, vereinigt. Laßen Sie das letzte nicht ganz schlafen ! Bleiben Sie mir gut, und treu, wie ich Ihnen; "Und fiele die Welt zusammen - aus ihren Trümmern stiegen noch Empor meiner Liebe Flammen !" Kennen Sie dies ? Leben Sie wohl ! Gentz. H: HHStA, Wien. Nachlaß Prokesch-Osten, Karton 27, , Bl. 29-30v. x Bl., F: ; 3 ¾ eighd. beschr. Seiten. D: Prokesch-Osten: Briefwechsel mit Gentz und Metternich, II, 13-15 (tlw.).