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Gentz ; Müller, Adam
An Adam Müller, Wien, 27. April 1819, Schiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Nachlass Hauff-Kölle, Kasten 124, Mappe 1, Nr. 13, Inv.-Nr. 34706 1819

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id4193
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Müller, Adam
LocationWien
Date27. April 1819
Handwritten recordSchiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Nachlass Hauff-Kölle, Kasten 124, Mappe 1, Nr. 13, Inv.-Nr. 34706
Size/Extent of item1 Bl., F: 234mm x 187mm; 1 ¼ eighd. beschr. Seiten
IncipitGlauben Sie mir, mein Freund
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Adam Müller Wien, 27. April 1819 Glauben Sie mir, mein Freund, Sie können in diesem Augenblick nichts Nützlicheres, nichts Gottgefälligeres thun, als mir, so oft Sie nur eine halbe Stunde dazu finden, zu schreiben. Ihre Briefe sind ein immerwährendes Restaurativ für mich; sie beleben und befruchten mein Gemüth; die besten Gedanken kommen mir ohne Ausnahme nur, wenn ich S i e lese; selbst da, wo wir von einander abweichen, sind Sie mir noch lieber [als alle] wirken Sie noch mächtiger und heilsamer auf mich als alle übrigen Menschen. Nun wißen Sie aber doch, wie viel für das Gute das etwa noch in unserm Bezirk gestiftet werden kan, daran liegt, daß i c h nicht einschlafe, nicht erlahme, nicht versauere. Um Gottes und seiner Sache Willen also - vernachläßigen Sie mich nicht. Collin gab mir diesen Morgen den beyliegenden Auszug einer Anzeige des würdigen Herrn Brockhaus. Ich habe nichts dagegen, daß jeder Krämer seine Waaren lobe; aber es nicht bloß auf Kosten seiner Nachbarn, sondern aller Wahrheit und Delicatesse zu thun, ist doch nicht erlaubt. Man mag von den Wiener Jahrbüchern denken wie man will; daß sie aber nach Abhängigkeit schmeckten, und besonders "daß die <drey> ersten Stücke solches bewiesen" kan man ohne Infamie nicht vorgeben. Ich // glaube es giebt wenig Zeitschriften in der Welt, die größrer Freiheit geniessen; und wenn wir nichts taugen sollten, so könnten wir wahrhaftig keinem äußern Hinderniß die Schuld daran beymessen. Ich muß schließen. Ich erwarte mit ungeduldiger Sehnsucht Ihren nächsten Brief. Gentz H: Schiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Nachlaß Kölle-Hauff, Kasten 124, Mappe 1, Nr. 13, Inv.-Nr. 34706. 1 Bl., F: 234mm x 187mm; 1 ¼ eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.