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Gentz ; Müller, Adam
An Adam Müller, Wien, 22. Juli 1820, Schiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Handschriftenabteilung, Autographen-Sammlung Kauffmann 1820

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id4089
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Müller, Adam
LocationWien
Date22. Juli 1820
Handwritten recordSchiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Handschriftenabteilung, Autographen-Sammlung Kauffmann
Size/Extent of item2 eighd. beschr. Seiten
IncipitIch trete Uebermorgen meine Reise
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Adam Müller Wien, 22. Juli 1820 Wien den 22ten July. Ich trete Uebermorgen meine Reise nach Gastein an, unter mancherley Umständen, die mich sicher bestimmt hätten sie aufzugeben, wenn nicht zuletzt der Fürst selbst den Ausspruch gethan hätte. Der Tod der Gräfin Marie - der Ausbruch der Unruhen in Italien - viele vereinte - wichtige Rücksichten, machen mir die Entfernung von Wien sauer. Ich sehe aber ein, daß es seyn muß. Meine Abwesenheit wird unterdessen nicht über 4 Wochen dauern. Indem ich Sie hievon benachrichtige, liebster Freund, melde ich Ihnen zugleich, daß ich Malthus on Political Oeconomy unter Ihrer Adresse im Bureau der Staatskanzley laße, wo Lefevre mir sicher versprochen hat, es bey der ersten Gelegenheit durch Bombelles an Sie gelangen zu laßen. Fragen Sie nur bey letzterm deshalb an. Der erste und einzige Brief, den ich seit Ihrer Abreise von [Leipzig xxx] // Wien von Ihnen erhielt, hat mir keinen Genuß gewährt, weil er durchaus von einem Gegenstande handelt, der mir ein geringes, heute [sogar] selbst gar kein Interesse mehr einflößt. Wie Sie dazu kamen, mich mit diesem Briefe zu regaliren, verstehe ich noch jetzt nicht. Warum Sie von so viel andern Dingen die mich lebhaft beschäftiget hatten, ganz schweigen, verstehe ich eben so wenig. - Vielleicht laßen Sie mir in meiner Einsamkeit in den Alpen etwas besser-Nährendes zukommen. Was haben Sie von Hallers letzter Schrift gesagt? Wenn Sie die Antwortschreiben gesehen hätten, die der Fürst und ich ihm adressirt haben, Sie würden sicher zufrieden gewesen seyn. Leben Sie wohl, und grüßen Sie die Ihrigen. Gentz. H: Schiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Handschriftenabteilung, Autographen-Sammlung Kauffmann x Bl., F: ; 2 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.