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Gentz ; Müller, Adam
An Adam Müller, Wien, Frühjahr 1805, Schiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Nachlass Hauff-Kölle, Kasten 124, Mappe 1, Nr. 15, Inv. 34701 1805

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id3559
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Müller, Adam
LocationWien
DateFrühjahr 1805
Handwritten recordSchiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Nachlass Hauff-Kölle, Kasten 124, Mappe 1, Nr. 15, Inv. 34701
Size/Extent of item3 eighd. beschr. Seiten
IncipitDaß diese Geschichte des Bewustseyns
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Adam Müller Wien, Frühjahr 1805 "Daß diese Geschichte des Bewustseyns ins Unendliche fortgeht" - das s i e h t man freilich; wie aber bei diesem endlosen Umhertreiben zwischen Gegensatz und Anti-Anti-Anti-Anti-Anti-Anti-Anti-Gegensatz ein Kopf noch aufrecht bleiben kan, das begreift man nicht. Beim Absoluten war doch wenigstens irgendwo Ruhe. Dies kömmt mir völlig wie d e r e w i g e J u d e vor, und erfüllt mich mit Angst und Schrecken. Am D e u t l i c h s t e n finde ich die Sache allerdings in diesen Blättern ausgesprochen; und ich glaube jetzt überhaupt (so dunkel mir auch Ihre e i n z e l n e n Ausarbeitungen und Entwicklungen noch seyn // mögen) das eigentliche Wesen des Gegensatzes vollkommen gefaßt zu haben. Als r a i s o n n i r e n d werde ich ihn nie und nimmermehr in mich aufnehmen, weil ich ihn als solchen, ewig nur wie ein wildes und unbändiges Spiel einer unendlich-thätigen V e r s t a n d e s - P h a n t a s i e betrachten werde; und da Sie mir oft gesagt haben, daß ich (wenn auch mir selbst unbewust) im P r a k t i s c h e n gegensätzisch [xxx] gestimmt bin, so wird sich doch wohl ein Friede zwischen uns stiften laßen. - Die beiliegenden Blätter habe ich mit B e l e h r u n g (über die S a c h e) aber - ich gestehe es frei - mit einer Art von Grimmen gelesen. Gentz. // N a c h E m p f a n g I h r e s B i l l e t s. Es thut mir leid, daß das umstehende Urteil Ihnen kein großes Vergnügen machen wird. Aber ich kan ja nicht dafür, daß es sich m i r so darstellt ! Lügen wäre ja viel schrecklicher ! Luknavski hat mir, leider, sagen laßen, er erhalte erst Morgen den Toback, von dem er mir etwas mitzutheilen hoffe. Nun werde ich einen Versuch bei Paget machen. Hiebei erfolgt die Charte von Europa ! H: Schiller-Nationalmuseum / Deutsches Literaturarchiv, Marbach a. N. Nachlaß Hauff-Kölle, Kasten 124, Mappe 1, Nr. 15, Inv. 34701. x Bl., F: ; 3 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.