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Schlesier, Gustav ; Prokesch-Osten, Anton von
Gustav Schlesier an Anton von Prokesch-Osten, Stuttgart, 4. Februar 1840, HHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton [?], Bl. 12-12v 1840

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id3341
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Schlesier, Gustav
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationStuttgart
Date4. Februar 1840
Handwritten recordHHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton [?], Bl. 12-12v
Size/Extent of item2 eighd. beschr. Seiten
IncipitEw. Excellenz äußerst huldvolle Sendung mit dem Schreiben
Type of letterBriefe Dritter
Digital item: TextGustav Schlesier an Anton von Prokesch-Osten Stuttgart, 4. Februar 1840 Stuttgart, den 4. Februar 1840. Ew. Excellenz äußerst huldvolle Sendung mit dem Schreiben vom 12. Jänner habe ich gestern durch Hallberger erhalten und beeile mich Ihnen hierdurch den Empfang derselben sofort zu melden. Nur wenige Worte gestatten Sie mir über dieses unverhoffte Geschenk als den ächten Ausdruck meines Dankgefühles beizufügen. Aus der seltsamen Stellung, in welche ich zu Ew. Excellenz mich plötzlich versetzt sah, konnte nur Ihre Hand einen so ehrenvollen Ausweg bieten und diesen haben Sie auf eine Weise eingeschlagen, die ich kaum hoffen durfte und die Ihren Charakter nur in ein desto helleres und edleres Licht stellt. Sie hatten zunächst keinen Grund, den Standpunkt Ihres Lebens und zugleich den unseres Gentz auch nur im Mindestens antasten zu lassen und doch solchem Unternehmen hülfreich zu sein; - ich, mein Hochverehrtester, hätte um keinen Preis der Erde, m e i n e Überzeugung opfern oder ganz verhehlen mögen ! Sie klagen mit Recht meine letzten Äußerungen einer gewissen Gereiztheit an, und ich konnte mich nicht überwinden, in Ihrem Schreiben vom vorigen Jahre etwas mehr Gerechtigkeit nicht zu vermissen. Nun ! Sie haben, mit schöner Humanität, // meine Stimmung entschuldigt und das Unerwünschte verziehen; Sie scheinen anzunehmen, daß ich, wenn auch auf einigermaßen geschiedenen Wegen, doch mit den innigsten Freunden von Gentz in der größten Hochschätzung seines Genius zusammentreffen, und daß, wie die Dinge einmal liegen, mein Unternehmen, wenn es auch Ihre ungetheilte Billigung nicht finden kann, einer ernstlichen Unterstützung nicht ganz unwürdig sei. Sie haben dies thatsächlich erklärt, und mir damit einen großen Beweis von Vertrauen und Nachsicht gegeben, einen Beweis, der mich, ich darf nicht sagen, beschämt, aber tief gerührt hat. Wie sollte ich Worte finden, um für solch' eine Gabe den Dank auszusprechen ! Wie konnte ich noch hoffen, daß mein Gentz einen solchen Aufschwung bekommen werde, der meinen Plan ganz durchkreuzt und was Gutes daran war, erst recht in Erfüllung bringt und krönt. Seien Sie überzeugt, daß ich von der Sendung den möglichst befriedigendsten Gebrauch zu machen, mich aus allen Kräften bestreben werde.Soviel schleunig für diesmal. Möge unsere Sache Ihres ferneren Antheils in jeder Rücksicht gewürdigt bleiben, möchte ich hoffen dürfen, Ew. Excellenz durch fernere Berichte nicht lästig zu fallen, und möchten Sie, bevor Sie Wien etwa wieder verlassen, wenigstens kund geben, wo meine Briefe Sie sicher treffen. Genehmigen Sie auch den wiederholten Ausdruck der verehrungsvollsten Gesinnungen wie der Hochachtung, in welcher ich verharre Ew. Excellenz ganz gehorsamster Diener G. Schlesier. H: HHStA, Wien. Nachlaß Prokesch-Osten, Schachtel Bl. 12-12v. x Bl., F: ; 2 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.