These titles were already interesting to you:

Gentz ; Schönburg, Alfred Fürst von
An Alfred Fürst von Schönburg, Wien, 2. Juni 1828, HHStA, Wien. Staatskanzlei, Interiora 95, Faszikel: "Briefe von Hofrath von Genz aus den Papieren des Fürsten Alfred Schönburg. 1822-1831", Bl. 4-5v 1828

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id3279
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Schönburg, Alfred Fürst von
LocationWien
Date2. Juni 1828
Handwritten recordHHStA, Wien. Staatskanzlei, Interiora 95, Faszikel: "Briefe von Hofrath von Genz aus den Papieren des Fürsten Alfred Schönburg. 1822-1831", Bl. 4-5v
Size/Extent of item4 eighd. beschr. Seiten
IncipitIch danke Ihnen sehr, Mein
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Alfred Fürst von Schönburg Wien, 2. Juni 1828 Wien den 2ten Juny 1828. Ich danke Ihnen sehr, Mein Theuerster Fürst, für Ihr gütiges und freundliches Andenken. Ich habe gestern früh mit Marenzeller ein Gespräch, oder vielmehr eine sehr lebhafte Debatte gehabt, die über anderthalb Stunden dauerte, und bey welcher auch I h r e Cur lange und stark besprochen ward. Der Mann ist viel zu reitzbar, und sein Kopf ist nicht geregelt genug, um eine Methode, die von aller bisherigen so weit abweicht auf dem Terrain des Rai//sonnements verteidigen zu können. Er sollte bloß handeln - und schweigen. Er leistet in der That sehr viel; indem er aber mit einem gewissen Ungestüm behauptet, daß er a l l e s leisten könnte, zerstört er zuletzt den Glauben an seine Kunst. Daß seine Mittel bey mir nicht ganz unwirksam gewesen sind, fühle ich täglich, wenn ich ihm gleich nicht zugestehen kan, daß er mir ganz geholfen hat. Der gestrige Tag verfloß so angenehm, wie es sich von einem an und für sich traurigen nur immer erwarten ließ. Da ich Ihnen einmal das Geständniß // meiner Schwäche gemacht habe, so darf ich Ihnen auch sagen, daß diese Abreise mich sehr betrübt - und vielleicht mehr als gut und recht seyn mag. Uebrigens lege ich unabhängig von diesem Herzens-Interesse, auf das Wohlwollen der vortreflichen Familie einen so hohen Werth, daß das, was Sie mir hierüber zu melden die Güte hatten, eine wahrhaft wohlthätigen Eindruck auf mich gemacht hat. Wir haben gestern einen Courier aus Constantinopel vom 19ten erhalten, durch welchen wir vernahmen, daß die Pforte von Unterwerfung, // und Friedens-Negoziationen durchaus nichts hören will. Das Nähere dieser sehr wichtigen Nachricht laßen Sie Sich gefälligst von Graf Kollowrat mittheilen dem ich es diesen Morgen berichtet habe, und dem ich auch gegenwärtiges Schreiben adressire, weil ich Ihre Wohnung in Baden nicht weiß. Ich hoffe, bald wieder Gutes von Ihnen zu hören, und wünsche herzlich den besten Erfolg der Bäder. GentzH: HHStA, Wien. Staatskanzlei, Interiora 95, Fasz.: "Briefe von Hofrath von Genz aus den Papieren des Fürsten Alfred Schönburg. 1822-1831", Bl. 4-5v. x Bl., F: ; 4 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.