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Gentz ; Schönburg, Alfred Fürst von
An Alfred Fürst von Schönburg, Plass, 31. August 1829, HHStA, Wien. Staatskanzlei, Interiora 95, Faszikel: "Briefe von Hofrath von Genz aus den Papieren des Fürsten Alfred Schönburg. 1822-1831", Bl. 14-15v 1829

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id3217
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Schönburg, Alfred Fürst von
LocationPlass
Date31. August 1829
Handwritten recordHHStA, Wien. Staatskanzlei, Interiora 95, Faszikel: "Briefe von Hofrath von Genz aus den Papieren des Fürsten Alfred Schönburg. 1822-1831", Bl. 14-15v
Size/Extent of item3 ½ eighd. beschr. Seiten
IncipitIch kan die Ursach Ihrer
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Alfred Fürst von Schönburg Plass, 31. August 1829 Plass den 31 August. Ich kan die Ursach Ihrer schnellen Abreise von Carlsbad, Mein Theuerster Fürst, nicht genugsam bedauern; theils, weil sie an und für sich sehr unerfreulich war, und theils, weil sie uns des Vergnügens beraubt, Sie hier zu sehen. Der Aufenthalt in Plass contrastirt so sehr mit dem in Königswart, und ist nahmentlich für mich, den tausend Gegenstände, womit sich der Fürst hier täglich beschäftigt, herzlich wenig interessiren, so traurig und melancholisch, daß Ihre Gegenwart ein wahres Lobsal für mich gewesen seyn würde. // Indessen wird es bald überstanden seyn; wir reisen übermorgen von hier ab, und werden also vor Ende der Woche den Stephans-Turm wieder sehen. Zwey wichtige Expeditionen aus Constantinopel, eine vom 8ten die andre vom 11 d. M. haben mir hier die Zeit vertrieben. Die Pforte fing an, mürbe zu werden; sie wollte sich die Haupt-Bestimmungen des Londner Traktats gefallen laßen, doch bloß für Morea und die Cycladen; sie wollte auch die Hand zum Frieden mit Rußland bieten, obgleich die Mission Müfflings der am 4ten ankam, und am 6ten mit dem // Reis Effendi conferirte, einer Farce ähnlicher sieht, als einer politischen Maßregel; aber g e s c h e h e n war noch nichts; weder eine schriftliche Erklärung über die Griechische Sache, noch der Entschluß, Bevollmächtigte ins Russische Hauptquartier zu senden, welches dermalen wohl in Adrianopel seyn mögte. Die Türkischen Minister verleugneten ihre ruhige Haltung, ihren abgemessnen Gang, und ihre gewohnten Tergiversationen keinen Augenblick; und wenn nicht etwa in der Zwischenzeit die Gefahr dringender geworden ist, so werden wir auf den Abschluß noch eine gute Zeit zu warten haben. // Ich rechne sicher darauf, daß Sie nicht anders als ü b e r W i e n nach Stuttgart zurückkehren werden, und freue mich zum voraus Ihnen mündlich die Versicherung meiner unveränderlich-treuen Ergebenheit erneuern zu können. Gentz. H: HHStA, Wien. Staatskanzlei, Interiora 95, Fasz.: "Briefe von Hofrath von Genz aus den Papieren desFürsten Alfred Schönburg. 1822-1831", Bl. 14-15v. x Bl., F: ; 3 ½ eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.