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Gentz ; Vieweg, Friedrich
An Friedrich Vieweg, Friedrichsfelde, Mai 1794, Vieweg-Verlagsarchiv, Wiesbaden. Briefsammlung 311 G: Gentz-Briefe, Nr. 66 1794

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id2951
Briefaussteller
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Briefempfänger
Vieweg, Friedrich
AusstellungsortFriedrichsfelde
DatumMai 1794
Handschriftl. ÜberlieferungVieweg-Verlagsarchiv, Wiesbaden. Briefsammlung 311 G: Gentz-Briefe, Nr. 66
Format/Umfang2 Bl., F: 233mm x 188mm; 1 eighd. beschr. Seite
IncipitIch bekam heute früh durch einen Pensionär-Chirurgus
BrieftypBriefe von Gentz
Digitalisat: TextAn Friedrich Vieweg Friedrichsfelde, Mai 1794 Ich bekam heute früh durch einen Pensionär-Chirurgus der aus Frankfurt am Mayn gestern angelangt ist, und morgen nach Maynz zurück geht, einen Brief von meinem reisenden Bruder, der mich, weil er in meines Vaters Beutel etwas zu tief gegriffen hat, und nicht wagt, um einen außerordentlichen Succurs an<zu>halten, bittet ihm 200 Reichsthaler zu schicken. Die Umstände, die Art und Weise wie die Bitte eingeleitet war, der Brief selbst den Sie gelegentlich da er auch andre interessante Dinge enthält sehen sollen, determinirten mich, ohne vieles Bedenken, ihm zu helfen. Ich habe 100 Reichsthaler bey der Hand: die andere 100 Reichsthaler fehlen mir. Ich will sie n i c h t auf Abschlag irgend einer litterarischen Arbeit haben, weil ich sie wie bey einer nahe bevorstehenden guten Gelegenheit von meinem Vater nebst der andern 100 Reichsthaler geradezu zurückfordern werde. Ich bitte Sie bloß, werthster Freund, mir diese 100 Reichsthaler längstens bis zum 1ten September, wo ich sie Ihnen selbst auf den Fall daß ich solche wider Vermuthen n i c h t von meinem Vater erhielte, unfehlbar und unerinnert zurückgeben werde, vor<zu>schießen. Wollen und können Sie dies, so haben Sie die Güte, das Geld, morgen zwischen 8 und 9 Uhr an den Conducteur Müller in unserm Hause, den ich angewiesen habe, es, im Fall er es erhält, an den Pensionär Schack gleich abzuliefern, zu übersenden. Macht es Ihnen aber das allergeringste Derangement, so hoffe ich, Sie werden so freundschaftlich seyn, meine Bitte ohne Umstände abzuschlagen: auf diesen Fall aber bedarf es nicht einmal einer Entschuldigung; genug, wenn Sie nichts geschenkt haben, so k o n n t e n Sie nicht, und damit gut. Adieu mein lieber Vieweg; vergessen Sie nicht, Ihre Freunde in Friedrichsfelde Gentz. H: Vieweg-Verlagsarchiv, Wiesbaden. Briefsammlung 311 G: Gentz-Brief, Nr. 66. 2 Bl., F: 233mm x 188mm; 1 eighd. beschr. Seite. Seite 4, Adresse: An / Herrn Buchhändler Vieweg / Wohlgebohren. D: bisher ungedruckt.
 
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