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Gentz ; Müller, Adam
An Adam Müller, Berlin, 7. Mai 1801, 1801

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id2823
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Müller, Adam
LocationBerlin
Date7. Mai 1801
Places of printBriefwechsel Gentz-Müller, Nr. 1, 1; Baxa, Lebenszeugnisse, I, Nr. 10, 19-20
IncipitHeute haben Sie mich im Stich gelassen
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Adam Müller Berlin, 7. Mai 1801 Heute haben Sie mich im Stich gelassen. Vermuthlich das Vorspiel von dem Aufenthalt auf dem Weidendamme. Oder hat etwa der Schreck über den gestrigen e l e k t r i s c h e n Orkan Sie getödtet ? Ich hätte Ihnen heute erzählt, daß General Abercrombie am 30. März an seinen den 24. erhaltenen Wunden gestorben ist. General Hutchinson hat das Commando übernommen. Alexandrien war am 30. noch in den Händen der Franzosen; sie haben aber von der Landung bis zum 30. 4500 Mann verloren, und rechneten mächtig auf Gantheaume's Hülfe. Es ist, nach dem Briefe des Lord Minto, kaum mehr zweifelhaft, daß die Expedition vollständig gelingt. Gestern Abend habe ich einem V e r s ö h n u n g s f e s t e beigewohnt, einem prächtigen Souper bei Carysfort, wo alle R u s s e n, D ä n e n und sogar S c h w e d e n mit den E n g l ä n d e r n fraternisirten, und der Graf Haugwitz mitten unter ihnen ! Wenn Bonaparte dies Souper gesehen hätte, keine Ausrufungszeichen hätten zugereicht, um sein Erstaunen und seine Wuth auszudrücken. Mir machte das Ganze eine außerordentliche Freude. Adieu ! Den 7. Mai 1801. Gentz. H: Nicht ermittelt. D: Briefwechsel Gentz-Müller, Nr. 1, 1. Baxa, Lebenszeugnisse, I, Nr. 10, 19-20.