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Gentz ; Prokesch-Osten, Anton von
An Anton von Prokesch-Osten, Wien, 25. Februar 1831, HHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 14-15v 1831

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id2607
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationWien
Date25. Februar 1831
Handwritten recordHHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 14-15v
Size/Extent of item4 eighd. beschr. Seiten
IncipitMir ahndete Böses, als ich
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Anton von Prokesch-Osten Wien, 25. Februar 1831 Mir ahndete Böses, als ich Sie heute sah und verließ, und ich warf mir gleich nachher bitter vor, Sie so unfreundlich behandelt zu haben. Das aber <was> Ihr schrecklicher Brief mir meldet, erwartete ich nicht. Ihr Entschluß, Sich von Irene zu trennen - Ihre grundfalsche Vorstellung von den Gesinungen des Fürsten (den ich übrigens wahrlich nicht verteidigen will) - besonders aber Ihr, nicht bloß thörigtes, sondern frevelhaftes Verzweifeln an Ihrer Brauchbarkeit - [alle] diese Punkte erfordern eine gründliche, und folglich mündliche Erörterung. Ich müßte Bogen voll schreiben, um // zu widerlegen, was Ihr Unmuth in ein Paar schreckliche Zeilen concentrirte. Ich werde gleich morgen eine Zusammenkunft mit Ihnen verabreden. Eins muß ich jedoch ohne allen weitern Aufschub heraus heben, weil es mir zu tief in die Seele greift. Sie verlangen von mir - in einem Anfall von halben Wahnsinn; verzeihen Sie das harte Wort - daß ich Sie a u f g e b e n soll. Ich untersuche nicht, in wie fern solch ein Verlangen Ihr Ernst seyn konnte; wie Sie Sich aber einen Augenblick einbilden konnten, daß es b e y m i r Eingang finden würde - das übersteigt meine Begriffe. Sie müßen von // meiner Freundschaft für Sie eine sonderbare Idee haben, um etwas für m ö g l i c h zu halten, wogegen sich jeder xxxxxx in mir empört. Nein, Mein Lieber, mich selbst würde ich eher a u f g e b e n, als Sie, und dabey nicht einmal eine falsche Rechnung machen. Ich freue mich zum voraus auf die Zeit, wo ich Sie für diesen ausschweifenden Gedanken werde erröthen laßen. Ihren Auftrag für Rothschild habe ich nicht aus der Acht gelaßen, bin aber damit nicht sehr glücklich gewesen. Auch hierüber muß ich mit Ihnen sprechen, und hoffe, es wird uns gelingen, ohne Rothschild einen Ausweg zu finden. Sollte // dies nicht der Fall seyn, so wollen wir ihn weiter zu bearbeiten suchen; denn er hat sich nicht kategorisch abgeneigt erklärt, sondern nur viele Schwierigkeiten entgegen gesetzt. Beruhigen Sie Sich, Freund ! Seyn Sie ein Mann ! Verschließen Sie Sich nicht meinem Rath und meinem Trost, und bedenken Sie, daß ich ein Stümper seyn müßte, wenn ich nicht Ihre Lage viel richtiger beurteilen sollte, als Sie es in Ihrer heutigen Stimmung vermögen. den 25 Februar 1831 GentzH: HHStA, Wien. Nachlaß Prokesch-Osten, Karton 27, , Bl. 14-15v. x Bl., F: ; 4 eighd. beschr. Seiten. D: bisher ungedruckt.