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Gentz ; Prokesch-Osten, Anton von
An Anton von Prokesch-Osten, Wien, 13. Juni 1831, HHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 41-42v 1831

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id1919
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationWien
Date13. Juni 1831
Handwritten recordHHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 41-42v
Size/Extent of item3 ¾ eighd. beschr. Seiten
Places of printProkesch-Osten, Briefwechsel mit Gentz und Metternich, II, 28-29 (tlw.)
IncipitIch habe heute einen Brief
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Anton von Prokesch-Osten Wien, 13. Juni 1831 Wien den 13 Juny 1831. Ich habe heute einen Brief von Ihnen erhalten, lieber Freund, o h n e d a t u m - und - was eine größre Sünde ist, ohne der meinigen mit einer Sylbe zu erwähnen, da ich Ihnen doch durch Major Martini, und durch Obrist Janimi geschrieben hatte; einer langen Epistel nicht zu geden-ken, die ich v o r g e s t e r n dem letztern gesendet, die Sie aber freylich <noch> nicht haben konnten. Gleichzeitig mit Ihrem Briefe kamen heute Depeschen aus Rom, die mir beweisen, daß die Drohungen der Franzosen nichts als leere Schreckschüsse waren. Ueber den Faquin, der Sie in Bologna geplagt, und den Sie dafür bezahlt haben, habe ich mich // bereits vorgestern ausgesprochen. Gegen St. Aulaire, von dem ich nun einmal eine bessre Meynung haben will, sind Sie zu strenge. Graf Lützow hat Ihrer Mittheilungen, [gegen] in seinem Bericht an den Fürsten, mit dem-selben ausgezeichneten Lobe erwähnt, mit welchen er dieselben Ihnen erwiedert hat. E t w a s zu schwarz scheint er sie wohl auch zu finden, doch ist er weit entfernt, Sie deshalb zu tadeln. Der Vorwurf, daß ich Ihnen nicht von mir selbst, und von der Person, die mir am nächsten steht, gesprochen hätte, läßt mich fast befürchten, daß Sie keinen meiner Briefe empfingen. Fanny hat - nicht später als diesen Morgen - einen langen // und sehr deutlichen Traum ge-habt, des Inhalts, sie habe ein Schreiben von Ihnen erhalten, und gleich darauf seyen Sie, ganz vermummt, in ihr Zimmer getreten. Ich verstehe mich nicht auf Traum-Deuten; Sie aber mögen hieraus den Schluß ziehen, daß w i r uns oft Ihrer erinnern. - Sie wollte meinem vorgestrigen Briefe ein Post-Script beyfügen; ein Zufall verhinderte es. Sie hat in der Entwicklung ihrer Talente, und in der Gunst des Publicums außerordentliche Schritte gemacht. In einem Ballet: d a s b e f r e y t e J e r u s a l e m, entzückte sie so sehr, daß am folgenden Tage in einer Theater-Zeitung gesagt wurde, "Tasso hätte sich seine Armida gewiß nicht reitzender gedacht"; und in einem andern: Theodosia, war // ihre Pantomime so vollkommen, daß eine Schauspielerin vom ersten Range sie nicht übertreffen konnte. Nichts desto weniger sind das alles nur Kleinigkeiten gegen d i e Eigenschaften, die ich an ihr ver-ehre. Alle Ihre Aufträge an Kiesewetter sind richtig besorgt. Die vorstehenden Zeilen schrieb ich in Weinhaus, wo ich heute, nachdem ich es lange <nicht> besucht - weil das Wetter gar zu schlecht ist - gegessen habe. Leben Sie wohl ! Ich liebe Sie wie immer Gentz H: HHStA, Wien. Nachlaß Prokesch-Osten, Karton 27, , Bl. 41-42v. x Bl., F: ; 3 ¾ eighd. beschr. Seiten. D: Prokesch-Osten: Briefwechsel mit Gentz und Metternich, II, 28-29 (tlw.).