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Gentz ; Prokesch-Osten, Anton von
An Anton von Prokesch-Osten, Wien, 4. November 1829, Wienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 29165 1829

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id1829
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationWien
Date4. November 1829
Handwritten recordWienbibliothek im Rathaus, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 29165
Size/Extent of item2 Bl., 2 eighd. beschr. Seiten
Places of printProkesch-Osten, Briefwechsel mit Gentz und Metternich, I, 314-315
IncipitDer Kayser hat auf den Vortrag
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Anton von Prokesch-Osten Wien, 4. November 1829 Wien den 4 November 1829 Der Kayser hat auf den Vortrag des Fürsten dem Hof-Krieges-Rath den Befehl erteilt, Sie nach Wien zu berufen. Sie können Sich leicht vorstellen, wie sehr ich mich in jeder Rücksicht über diesen Entschluß freue. Ich begnüge mich, Ihnen heute ein Paar Worte über einen Haupt-Punkt zu sagen, damit Sie wissen, was ungefähr Griechenland bevorsteht, in dem Augenblick wo Sie von dort abgehen werden. Die Conferenz in London, und zwar (so sehr Ihnen dies auffallen mag) E n g l a n d mehr noch als die beyden andern Alliirten, arbeitet jetzt aus allen Kräften daran, Griechenland u n a b h ä n g i g zu machen, und z u g l e i c h die volle Dilimitation des Protokolls vom 22 März zu erhalten. W i e die Sache diese Wendung genommen hat, werden Sie in Wien zeitig genug erfahren. Dagegen versucht aber England das Aeußerste, um Capodistrias von der Regierung auszuschließen; ob, und in wie fern dies gelingen kan, hängt von dem, uns noch nicht bekannten, endlichen Entschlusse Rußlands ab. Ich würde mich aber nicht wundern, wenn der Plan // zuletzt doch scheiterte; denn ich kan mir nicht denken, daß der Kayser, ohne dringende Nothwendigkeit, seinen treusten Repräsentanten in Griechenland aufopfern sollte. Die Pforte wird, in ihrem jetzigen tiefen Verfall, vermuthlich a l l e m beystimmen, was die drey Höfe unter einander beschließen. Der Fürst hat in den letzten Tagen den zweyten Theil Ihrer Erinnerungen aus Aegypten gelesen, und sprach gestern mit der größten Achtung, und wahrem Wohlgefallen von diesem Buche. Sie werden überhaupt in Wien sehr gut aufgenommen werden. Ich vermuthe, daß die Ordre des Hof-Krieges-Raths, wo nicht gleichzeitig mit diesem Briefe, doch bald nachher an Sie gelangen wird, und werde Ihnen daher nicht weiter schreiben, ich müßte denn aus Ihren nächsten Briefen den Schluß ziehen, daß Ihre Reise nicht unmittelbar Statt finden könnte. GentzH: Wiener Stadt- und Landesbibliothek, Wien. Handschriftensammlung, Inv.-Nr. 29165. 2 Bl., F: ; 2 eighd. beschr. Seiten. Seite 4 eighd. geschr. Adresse: A Monsieur / Monsieur le Major de Prokesch. Seite 4 Siegelrest. D: Prokesch-Osten: Briefwechsel mit Gentz und Metternich, I, 314-315.