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Gentz ; Prokesch-Osten, Anton von
An Anton von Prokesch-Osten, Wien, 24. März 1831A, HHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 20-21v 1831

Gentz digital

Transkriptionsentwurf Günter Herterich

id1641
Issuer of letter
Mashup mit Wikipedia  
Gentz
Addressee of letter
Prokesch-Osten, Anton von
LocationWien
Date24. März 1831
Handwritten recordHHStA, Wien. Nachlass Prokesch-Osten, Karton 27, [?], Bl. 20-21v
Size/Extent of item3 ½ eighd. beschr. Seiten
Places of printProkesch-Osten, Briefwechsel mit Gentz und Metternich, I, 420-421 (tlw.)
IncipitIch habe gestern an Meyendorff
Type of letterBriefe von Gentz
Digital item: TextAn Anton von Prokesch-Osten Wien, 24. März 1831 Ich habe gestern an Meyendorff geschrieben, ihm jedoch nicht Ihr Original-Billet mitgetheilt, sondern einen Auszug daraus gemacht, mit welchem Sie, wie ich hoffe, zufrieden seyn werden. In einer der letzten Unterredungen mit Lord Grenville hat Sebastiani gesagt, [die] Frank-reich habe gar keine ernsthafte See-Macht im Mittelländischen Meere, und "d i e v i e r S c h i f f e, welche den Dienst im Archipel verrichtet hätten, wären s o u n b r a u c h b a r, daß sie nicht mehr zählten." Dieses Vorgeben widerspricht so sehr dem, was Sie, Mein Wer-thester Freund, mir neuerlich über diesen Gegenstand (in Bezug auf die Gefahr // für unsre Kü-ste) gesagt haben, daß ich sehr wünschte, von Ihnen einige nähere renseignemens darüber zu erhalten, die mir auch in andrer Rücksicht nützlich seyn könnten. Erst vor einigen Tagen, und als Antwort gegen die Wind-Kolik habe ich eigentlich den Nachtrag zu Heines Reisebildern gelesen, und unterschreibe nicht bloß alles, was Sie zu Gunsten dieses mehr als Satanischen Buches gesagt [haben], sondern bekenne Ihnen auch - wie einem Beicht-Vater - die schwere Sünde es mit einer Art von wollüstiger Begierde verschluckt zu haben. Dem Witz dieses Menschen wider//stehe, wer kan; und daß er, in teuflischer Gesi-nung, und zu teuflischen Zwecken eine Menge unleugbarer Wahrheiten sagt, verkenne wer da will ! - Der Schluß, die Geschichte des Hofnarren Carls des V ist erhaben tragisch. Und ich mögte wohl wissen, ob es Frivolität oder Furcht ist, daß dies Buch, <welches> in der stürmi-schen Uebergangs-Periode von einer alten zu einer neuen Welt, eine ungeheure Sensation hätte machen müßen, sich fast unbemerkt ins Publikum geschlichen hat. Ich schicke Ihnen hier die Leichenrede, die Görres dem verstorbnen Dichter Arnim hielt. An Görres selbst ist offenbar ein großer Poet verdorben; und als Prosaist ist er durch // Schwulst und Bilder-Anhäufung fast unlesbar. Aber starke und glückliche Gedanken schim-mern doch auch wie Sterne aus seiner Nacht hervor; und, wenn man eine Zeitlang mit Heine gefeiert hat, kan man wohl einmal wieder mit Görres beten. den 24 März 1831. Gentz H: HHStA, Wien.Nachlaß Prokesch-Osten, Karton 27, , Bl. 20-21v. x Bl., F: ; 3 ½ eighd. beschr. Seiten. D: Prokesch-Osten, Briefwechsel mit Gentz und Metternich, I, 420-421 (tlw.).